Neuigkeiten & Aktivitäten

Neue Veröffentlichung: Hotspot Karte zu Mooremissionen

12.12.2025 – WETSCAPES2.0 Mitglieder Dr. Franziska Tanneberger und Dr. John Couwenberg sind an einer in Nature Communications veröffentlichten Studie beteiligt, die zeigt, dass entwässerte Moore in der EU deutlich mehr Treibhausgase emittieren als bislang angenommen. Erstmals wurde eine hochauflösende Hotspot-Karte erstellt, die Emissionen aus entwässerten Mooren europaweit darstellt.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Emissionen etwa doppelt so hoch sind wie in bisherigen Berichten angegeben. Die Karte macht sichtbar, in welchen Regionen Emissionen besonders konzentriert sind und wo Wiedervernässung besonders wirksam zur Emissionsminderung beitragen kann.

Zur Veröffentlichung | Pressemitteilung der Universität Greifswald

Forschung im Polder Sandhagen: Prof. Dr. Kreyling im Interview

01.12.2025 – Im Newsletter des Projekts Paludi-MV ist ein Interview mit Prof. Dr. Jürgen Kreyling erschienen, Sprecher des SFB WETSCAPES2.0. Er spricht unter anderem darüber, welche Veränderungen einsetzen, wenn ein Moor nach Jahrzehnten der Entwässerung wieder Wasser bekommt und warum diese Prozesse für die Forschung des Sonderfoschungsbereiches von zentraler Bedeutung sind.

Das Interview steht im Kontext der Zusammenarbeit beider Projekte am Standort Polder Sandhagen bei Neubukow, der als Landschaftslevel-Experiment untersucht wird. 

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WETSKILLS-Retreat bringt Nachwuchswissenschaftler*innen zusammen

27.11.2025 – Im Rahmen der Integrated Research Training Group WETSKILLS kommen bei einem zweitägigen Retreat rund 30 Nachwuchswissenschaftler*innen und Projektleitende von WETSCAPES2.0 zusammen. Im Zentrum stehen Beiträge der Promovierenden, ergänzt durch Workshops, unter anderem zur Wissenschaftskommunikation und zu ethischen Prinzipien in der Forschung.

Das Retreat ist Teil des Ausbildungsprogramms und stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Projekt.

WETSCAPES2.0 beim Parlamentarischen Abend der DAM in Schwerin

11.11.2025 - Beim parlamentarischen Abend der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) in Schwerin diskutieren Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Ostsee. 

WETSCAPES2.0 beteiligt und vernetzt sich an diesem Abend zur Rolle von Küstenmooren als Schnittstelle zwischen Land und Meer: Sie tragen zum Küstenschutz bei und reduzieren Nährstoffeinträge in die Ostsee — und sind damit ein relevanter Bestandteil im Themenfeld „Meer Zukunft“.

Veranstaltungsrückblick

Begeisterung für WETSCAPES2.0 bei MV-Wissenschaftsministerin Martin

20.08.2025 – Bettina Martin (Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern) besucht die Universität Greifswald und informiert sich dabei unter anderem über die Arbeit im Sonderforschungsbereich WETSCAPES2.0.

„Dass es der Universität Greifswald gelungen ist, mit WETSCAPES2.0 einen neuen Sonderforschungsbereich einzuwerben, zeigt, dass hier Forschung auf allerhöchstem Niveau betrieben wird“, betont die Ministerin.

Bei einer Führung erhält sie Einblicke in die Forschung zu wiedervernässten Niedermooren, darunter Experimente mit 108 künstlichen Minimooren in einer Mesokosmos-Versuchsanlage.

Pressemitteilung der Universität Greifswald

Aufbau der Screening Sites

15.08.2025 – Aktuell werden über 80 Screening Sites in wiedervernässten Niedermooren in Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet. Ziel ist es, Standorte entlang unterschiedlicher Wiedervernässungsstadien systematisch zu erfassen. Dafür sind regelmäßig mehrere Teams im Gelände unterwegs, installieren Messinfrastruktur und erfassen zentrale Parameter wie Wasserstände, Torfeigenschaften und mikrobielle Gemeinschaften. Im Vorfeld erfolgen umfangreiche Abstimmungen mit Behörden und Flächeneigentümer*innen zur Einrichtung der Standorte.

Die erhobenen Daten bilden eine zentrale Grundlage, um die Auswirkungen der Wiedervernässung besser zu verstehen.

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Moorforschung im Fokus: Besuch des Bundesumweltministers Carsten Schneider

04.07.2025 – Bundesumweltminister Carsten Schneider besucht das Greifswald Moor Centrum und erhält Einblicke in aktuelle Forschungsansätze zur Wiedervernässung von Mooren. Dabei werden auch Arbeiten und Perspektiven vorgestellt, die im Rahmen von WETSCAPES2.0 weiterentwickelt und erforscht werden.

Im Fokus beim Besuch standen Methoden zur Erfassung von Pflanzenbiomasse und Treibhausgasen, Untersuchungen zu Torfeigenschaften sowie Fragen zu Paludikultur, Biodiversität und Torfbildung.

Pressemitteilung der Universität Greifswald

Erstes Mesokosmos-Experiment gestartet

04.06.2025 – Konsortiumsmitglieder richten in der Greifswalder Mesokosmos-Anlage das WETSCAPES2.0-Experiment „Rewetted Peat“ ein. Untersucht wird, wie wiedervernässte Niedermoore auf extreme hydrologische Ereignisse wie Trockenperioden und Überflutungen reagieren.

Dafür wurden 108 Mesokosmen mit Torf befüllt und mit den Pflanzenarten Phragmites australis, Carex acutiformis und Carex rostrata bepflanzt. Parallel erfolgen Probenahmen zur Analyse mikrobieller Prozesse.

In dem kontrollierten Experiment werden bis ins Jahr 2026 unterschiedliche Wasserstände und Extremwetterereignisse simuliert. Damit wird ein wichtiger Datengrundstein für den Sonderforschungsbereich gelegt.

Gemeinsame Exkursion zum Polder Fuhlendorf

04.06.2025 – Mitglieder des Konsortiums treffen sich gemeinsam mit der Ostseestiftung und dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) zu einer Exkursion in den Polder Fuhlendorf. Das entwässerte Küstenmoor ist Teil des ANK-geförderten Modellvorhabens „Moorklimaschutz an der Ostseeküste“ und soll durch Deichrückbau renaturiert werden.

Im Rahmen von WETSCAPES2.0 ist vorgesehen, das Gebiet als Landschaftsexperiment wissenschaftlich zu begleiten. Die Exkursion dient der Abstimmung zentraler Fragestellungen und der Vorbereitung der Arbeiten vor Ort. Diskutiert werden unter anderem der Aufbau von Messinfrastruktur zur Erfassung von Treibhausgasflüssen sowie Untersuchungen an der Schnittstelle zwischen Moor und Bodden.

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Startschuss für WETSCAPES2.0

03.04.2025 – In einem zweitägigen Auftakttreffen an der Universität Rostock ist der Sonderforschungsbereich offiziell gestartet. Mehr als 50 Wissenschaftler*innen der acht Partnerinstitutionen kamen zusammen, darunter zahlreiche Early Career Researchers. Das Treffen bot Raum für fachlichen Austausch und legte die Grundlage für die Zusammenarbeit in den verschiedenen Teilprojekten. Die Vielfalt der beteiligten Disziplinen zeigt den interdisziplinären Anspruch und die Komplexität des Forschungsprogramms.

Ein Highlight war die gemeinsame Exkursion zu einem der geplanten Screening-Standorte. Dort wurden die ersten Sensoren für die Datenerhebung installiert: der Auftakt für ein Messnetz mit insgesamt rund 1.000 Sensoren.

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